Title: Zahnlexikon
Author: RegioHelden
Published: 8. August 2025
Last modified: 12. August 2025

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# Zahnlexikon: zahnmedizinische Fachbegriffe einfach erklärt

## Prophylaxe

Gingivitis

Es handelt sich um eine Entzündung des Zahnfleischs, die meist durch **bakterielle
Plaque **verursacht wird und bei guter Mundhygiene **reversibel** ist. Die Entzündung
zeigt sich durch Rötung, Schwellung und Blutungsneigung des Zahnfleischs beim Zähneputzen.
Bei rechtzeitiger und konsequenter Behandlung durch eine **professionelle Zahnreinigung**
und eine verbesserte Mundhygiene kann die Gingivitis vollständig ausheilen.

Individualprophylaxe

Die Individualprophylaxe bezeichnet auf den einzelnen Patienten oder die einzelne
Patientin abgestimmte **präventive Behandlungsmaßnahmen **und eine dazu passende
Mundhygiene-Anleitung. Diese umfasst eine persönliche Risikobewertung, **angepasste
Reinigungstechniken** und die Auswahl geeigneter Mundhygienehilfsmittel. Ziel ist
es, durch maßgeschneiderte Präventionsstrategien **Karies **und Parodontalerkrankungen
langfristig zu **verhindern**.

Fissurenversiegelung

Hierbei werden die Grübchen und Rillen der **Backenzähne **mit Kunststoff zum Kariesschutz
präventiv versiegelt. Diese Behandlung wird besonders **bei Kindern und Jugendlichen**
empfohlen, da die tiefen Furchen schwer zu reinigen sind. Die Versiegelung bildet
eine Schutzbarriere gegen **Bakterien **und kann das Kariesrisiko um bis zu 80 %
reduzieren.

Fluorid

Fluorid ist ein Mineral zur Kariesprävention, das den **Zahnschmelz stärkt **und
die bakterielle Säureproduktion hemmt. Fluoride fördern die Remineralisation bereits
geschädigter Zahnoberflächen und machen den Zahnschmelz widerstandsfähiger **gegen
Säureangriffe**. Die Anwendung erfolgt über **Zahnpasta**, Mundspülungen oder professionelle
Fluoridierungen beim Zahnarzt oder der Zahnärztin.

Hydroxylapatit

Hydroxylapatit ist der **Hauptbestandteil des Zahnschmelzes **und Dentins. Es ist
wichtig für die Remineralisation. Die kristalline Struktur verleiht den Zähnen ihre
Härte und Festigkeit. Bei beginnenden Kariesläsionen kann Hydroxylapatit durch gezielte
Therapien wieder in die **Zahnsubstanz **eingelagert werden und so den Zahn reparieren.

Halitosis

Mundgeruch wird fachsprachlich als Halitosis bezeichnet. Er wird oft durch **bakterielle
Zersetzungsprozesse **in der Mundhöhle verursacht. In 90 % der Fälle liegt die Ursache
im Mundraum selbst, besonders durch Bakterien auf der Zunge oder in **Zahnfleischtaschen**.
Eine gründliche Diagnostik ist wichtig, da auch systemische Erkrankungen oder bestimmte**
Medikamente** Mundgeruch verursachen können.

Demineralisation

Den Verlust von Mineralien aus der **Zahnhartsubstanz **durch Säureangriffe nennt
man Demineralisation. Es handelt sich um eine Vorstufe der Karies. Bakterien im 
Zahnbelag produzieren aus Zucker und Kohlenhydraten Säuren, die Kalzium und Phosphat
aus dem Zahnschmelz** **lösen. Dieser Prozess ist **im Anfangsstadium noch reversibel**,
wenn ausreichend Fluorid und Speichel für die Remineralisation zur Verfügung stehen.

Initialkaries

Die Initialkaries ist eine frühe, **oberflächliche Karies ohne Kavitätenbildung**.
Sie ist oft als weiße Flecken sichtbar. Diese Läsionen zeigen sich als matte, kreidige
Verfärbungen auf der Zahnoberfläche und sind ein Zeichen für die beginnende Demineralisation.
Durch eine intensive Fluoridanwendung und eine **verbesserte Mundhygiene **kann 
der Prozess gestoppt und teilweise rückgängig gemacht werden.

## Parodontologie

Chronische Parodontitis

Die chronische Parodontitis zeigt sich als langsam fortschreitende **Entzündung 
des Zahnhalteapparats **mit Knochenabbau. Diese bakterielle Infektion führt zur 
Zerstörung des Zahnfleischs, des Zahnzements und des Kieferknochens. Ohne Behandlung
kann die Erkrankung zu **Zahnverlust** führen. Sie steht zudem in Verbindung mit
systemischen Erkrankungen wie **Diabetes **und Herz-Kreislauf-Problemen.

Deep Scaling

Das Deep Scaling ist eine tiefe Zahnreinigung **unterhalb des Zahnfleischsaums **
zur Entfernung von Bakterien und Ablagerungen. Diese Behandlung erfolgt meist unter
lokaler Betäubung und umfasst die gründliche **Reinigung der Wurzeloberflächen**.
Ziel ist es, die bakterielle Infektion zu beseitigen und dem Zahnfleisch die Möglichkeit
zur Heilung zu geben.

Kürettage

Kürettage bezeichnet die mechanische **Reinigung der Zahnwurzeloberfläche **und 
des entzündeten Zahnfleischgewebes. Mit speziellen Handinstrumenten oder Ultraschallgeräten
werden Bakterienbeläge und erkranktes Gewebe entfernt. Diese Behandlung ist ein 
wichtiger **Baustein der Parodontitistherapie **und ermöglicht die Regeneration 
gesunder Verhältnisse.

Konkremente

Harte, mineralisierte Ablagerungen auf der **Zahnwurzeloberfläche **unterhalb des
Zahnfleischrands werden Konkremente genannt. Diese entstehen durch die Mineralisierung
von Bakterienbelägen und sind fest mit der **Wurzeloberfläche **verbunden. Die Entfernung
erfordert spezielle Instrumente und ist essentiell für den Heilungserfolg bei Parodontitis.

Gingivoplastik

Die Gingivoplastik ist ein chirurgischer Eingriff, mit dem das Zahnfleisch zur **
Verbesserung der Ästhetik oder Funktion** umgeformt wird. Diese mikrochirurgische
Behandlung kann überschüssiges Zahnfleisch entfernen oder die **Zahnfleischkontur
harmonisieren**. Oft wird die Gingivoplastik mit anderen parodontalen Eingriffen
kombiniert, um optimale funktionelle und ästhetische Ergebnisse zu erzielen.

Zahnstein

Zahnstein entsteht durch Einlagerung von Kalzium und Phosphat am **Zahnfleischrand**.
Die harte, gelblich-braune Ablagerung kann nur durch eine **professionelle Zahnreinigung**
entfernt werden. Zahnstein begünstigt die weitere **Plaqueanlagerung **und kann 
zu Zahnfleischentzündungen führen, weshalb eine regelmäßige Entfernung wichtig ist.

Zahnerhaltung

Alle Maßnahmen zum **Erhalt natürlicher Zähne** durch konservative oder parodontale
Behandlung dienen der Zahnerhaltung. Das oberste **Ziel der modernen Zahnmedizin**
ist es, die eigenen Zähne möglichst lebenslang zu erhalten. Dazu gehören sowohl 
präventive Maßnahmen als auch therapeutische Eingriffe wie Füllungen, Wurzelbehandlungen
oder die **Parodontaltherapie**.

## Endodontie

Endodontische Behandlung

Bei einer endodontischen Behandlung wird die infizierte **Pulpa entfernt** und die**
Wurzelkanäle gereinigt** und gefüllt. Diese Behandlung rettet Zähne, deren Nerv 
durch Karies, Trauma oder andere Ursachen geschädigt wurde. Der **mehrstufige Prozess**
umfasst die Aufbereitung, Desinfektion und die dichte Füllung der Wurzelkanäle, 
um eine erneute Infektion zu verhindern.

Vitalextirpation

Die Vitalextirpation ist ein Eingriff, bei dem die noch **lebende, aber erkrankte
Zahnpulpa** aus den Wurzelkanälen **entfernt** wird. Diese Behandlung ist notwendig,
wenn der Zahnnerv durch tiefe Karies oder Trauma irreversibel geschädigt ist. Die
Entfernung** **der Pulpa erfolgt **unter lokaler Betäubung** und ermöglicht den 
Erhalt des Zahns.

Gangrän

Mit Gangrän bezeichnet man das **Absterben der Zahnpulpa** durch eine **bakterielle
Infektion**. Der abgestorbene Nerv bietet Bakterien einen idealen Nährboden und 
kann zu schmerzhaften **Abszessen **führen. Eine endodontische Behandlung ist in
diesen Fällen unumgänglich, um den Zahn zu retten und die Ausbreitung der Infektion
zu verhindern.

Zahnerhaltung

Die Zahnerhaltung umfasst in der Endodontie Maßnahmen zur **Erhaltung eines erkrankten
Zahns**, insbesondere durch die Behandlung des Zahninneren (Wurzelkanalbehandlung).
Dabei wird entzündetes oder abgestorbenes Gewebe aus dem **Wurzelkanalsystem** entfernt,
desinfiziert und bakteriendicht verschlossen. Ziel ist es, den natürlichen Zahn 
trotz tiefgreifender Schädigung **langfristig funktionsfähig** im Mund zu erhalten.

Interdentalkaries

Interdentalkaries ist Karies zwischen den Zähnen. Diese Form der Karies entsteht
durch unzureichende Reinigung der **Zahnzwischenräume** und ist auf Röntgenbildern
oft erst spät sichtbar. Die regelmäßige Anwendung von **Zahnseide oder Interdentalbürsten**
kann dieser häufigen Kariesform** **effektiv vorbeugen.

Infiltrationsanästhesie

Die lokale Betäubung durch **Injektion des Anästhetikums in das Gewebe um den Zahn**
wird Infiltrationsanästhesie genannt. Diese Methode wird bei den meisten zahnärztlichen
Eingriffen** **angewendet und sorgt für eine **schmerzfreie Behandlung**. Die Wirkung
tritt nach wenigen Minuten ein und hält je nach verwendetem Präparat 1–3 Stunden
an.

Leitungsanästhesie

Die Leitungsanästhesie ist eine Form der lokalen Betäubung, mit der **mehrere Zähne
gleichzeitig betäubt** werden können. Diese Technik wird besonders im Unterkiefer
angewendet, wenn größere Eingriffe geplant sind. Die Betäubung ist tiefgreifender
und länger anhaltend als die Infiltrationsanästhesie, führt aber auch zu einer **
vorübergehenden Taubheit **der Lippen und Zunge.

## Zahnersatz

Prothetik

Die Prothetik ist ein Fachgebiet des Zahnersatzes und umfasst **festsitzende und
herausnehmbare Versorgungen**. Die moderne Prothetik** **zielt darauf ab, Funktion,
Ästhetik und Phonetik nach Zahnverlust wiederherzustellen. Dabei kommen **verschiedene
Materialien und Techniken** zum Einsatz, um den individuellen Bedürfnissen und anatomischen
Gegebenheiten gerecht zu werden.

Kronen

Kronen kommen zum Einsatz, wenn ein festsitzender Zahnersatz zur **vollständigen
Überkronung **eines beschädigten Zahns benötigt wird. Eine Krone umhüllt den präparierten
Zahnstumpf vollständig und stellt die ursprüngliche Form und Funktion wieder her.
Moderne Kronen werden aus **Vollkeramik, Metallkeramik oder Vollmetall **gefertigt
und sind bei guter Pflege sehr langlebig.

Brücken

Eine Brücke ist ein **festsitzender Zahnersatz**. Die Brückenglieder ersetzen einen
oder mehrere fehlende Zähne und werden über Kronen **auf den Nachbarzähnen verankert**.
Diese bewährte Versorgungsform stellt die Kaufunktion und Ästhetik wieder her, erfordert
aber die Präparation gesunder Nachbarzähne.

Prothesen

Eine Prothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz für einen oder mehrere fehlende
Zähne. Vollprothesen ersetzen alle Zähne eines Kiefers und werden durch **Saugwirkung
und Muskelführung **gehalten. Teilprothesen werden zusätzlich durch Klammern oder
Geschiebe an den verbleibenden Zähnen befestigt und ermöglichen eine **kostengünstige
Versorgung** größerer Zahnlücken.

Interimsprothesen

Wenn ein **vorläufiger, herausnehmbarer Zahnersatz **während der Heilungsphase benötigt
wird, greift man zu Interimsprothesen. Diese Übergangslösung überbrückt die Zeit
zwischen Zahnextraktion und definitivem Zahnersatz. Interimsprothesen ermöglichen
es den Patienten und Patientinnen, **während der Einheilphase** zu sprechen, zu 
kauen und das ästhetische** **Erscheinungsbild zu wahren.

Unterfütterung

Die **Prothesenbasis** kann durch eine Unterfütterung an **veränderte Kieferverhältnisse**
angepasst werden. Nach einem Zahnverlust bildet sich der Kieferknochen kontinuierlich
zurück, wodurch Prothesen locker werden können. Die Unterfütterung** **mit weichem
oder hartem Material **verbessert den Sitz und Halt** der Prothese ohne komplette
Neuanfertigung.

## Implantate

Implantatversorgung

Unter Implantatversorgung versteht man die **Gesamtbehandlung** von der Implantatinsertion
bis zur prothetischen Versorgung. Diese moderne Therapieform umfasst die chirurgische
Insertion der **Titanschrauben**, die Einheilphase und die prothetische Versorgung
mit **Kronen, Brücken oder Prothesen**. Implantate bieten eine komfortable und ästhetische
Alternative zu herkömmlichem Zahnersatz** **und erhalten den Kieferknochen.

Chirurgische Kronenverlängerung

Mit der chirurgischen Kronenverlängerung wird mehr Zahnsubstanz durch **Entfernung
von Knochen und Zahnfleisch** freigelegt. Dieser Eingriff ist notwendig, wenn zu
wenig Zahnsubstanz für eine Kronenversorgung vorhanden ist. Durch die **Verlagerung
des Zahnfleischsaums** nach unten wird mehr Zahnfläche freigelegt, die für eine 
stabile Verankerung des Zahnersatzes genutzt werden kann.

Sinus Maxillaris

Kieferhöhle im Oberkiefer, relevant für **Implantationen im Seitenzahnbereich**.
Diese luftgefüllte Höhle kann sich nach Zahnverlust ausdehnen und das verfügbare
Knochenangebot für Implantate** **reduzieren. In solchen Fällen kann ein **Sinuslift**
durchgeführt werden, um durch Knochenaufbau ausreichend Platz für Implantate zu 
schaffen.

Palatum Durum

Harter Gaumen, **wichtige anatomische Struktur für Abdrücke und chirurgische Eingriffe**.
Diese knöcherne Struktur bildet das Dach der Mundhöhle und dient als Orientierungspunkt
bei der Abdrucknahme. Bei Oberkieferprothesen ist die Form des harten Gaumens entscheidend
für **Halt und Retention der Prothese**.

## Ästhetik

Bleaching

Aufhellung verfärbter Zähne mit **bleichenden Substanzen wie Wasserstoffperoxid**.
Diese kosmetische Behandlung kann sowohl in der Praxis als auch zu Hause durchgeführt
werden. Die Aufhellung erfolgt durch **Oxidationsprozesse**, die die Farbpigmente
in der Zahnsubstanz spalten und so die natürliche Zahnfarbe um mehrere Nuancen aufhellen
können.

Gingivoplastik

Die Gingivoplastik ist ein **chirurgischer Eingriff** zur ästhetischen Formung des
Zahnfleischverlaufs. Dabei wird überschüssiges oder ungleichmäßig verlaufendes Zahnfleisch
entfernt, um ein **harmonisches, symmetrisches Zahnfleischbild** zu erzielen. Das
Ziel ist ein natürlich wirkendes Lächeln mit ausgewogener Zahnfleisch-Zahn-Relation.

Zahnformkorrektur

Veränderung der Zahnform durch **additive oder subtraktive Maßnahmen**. Kleine Formkorrekturen
können durch Anschleifen oder Aufbau mit **Kompositmaterial **erreicht werden. Bei
größeren Veränderungen kommen Veneers oder Kronen zum Einsatz, um die gewünschte**
Zahnform und -größe** zu erzielen.

## CMD / Kiefergelenk­behandlung

Bruxismus

Unbewusstes Zähneknirschen oder -pressen, meist nachts auftretend. Diese Parafunktion
kann zu **Abnutzung der Zähne, Muskelverspannungen und Kiefergelenkproblemen **führen.
Die Behandlung** **erfolgt meist mit einer Aufbissschiene, die nachts getragen wird
und die Zähne vor Abrieb schützt.

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Sammelbegriff für **Funktionsstörungen des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur**.
Symptome können Kiefer- und Kopfschmerzen, Ohrgeräusche oder eine eingeschränkte**
Mundöffnung **sein. Die Behandlung ist meist interdisziplinär und kann eine **Schienentherapie**,
Physiotherapie oder in schweren Fällen chirurgische Maßnahmen umfassen.

Laterotrusion

Seitwärtsbewegung des Unterkiefers, wichtig für die Funktionsanalyse. Diese Bewegung
ist Teil der normalen Kaufunktion und wird bei der **Diagnostik von CMD-Erkrankungen**
untersucht. Störungen in der Laterotrusion können Hinweise auf Kiefergelenkprobleme
oder **Zahnkontaktstörungen **geben.

Maxilla

Oberkiefer, **oberer Teil des Gesichtsschädels **mit den oberen Zähnen. Dieser unbeweglich
mit dem Schädel verbundene Knochen bildet zusammen mit anderen Knochen die Augenhöhlen,
Nasenhöhle und Mundhöhle. Die Maxilla** **ist wichtig für die **Stützfunktion des
Gesichts** und die Verankerung der oberen Zähne.

Mandibula

Unterkiefer, beweglicher Teil des Kiefers mit den unteren Zähnen. Als **größter 
Gesichtsknochen** ermöglicht die Mandibula durch ihre Gelenkverbindung** **zum Schläfenbein
alle **Kaubewegungen**. Frakturen des Unterkiefers gehören zu den häufigsten Gesichtsverletzungen
und erfordern meist eine chirurgische Versorgung.

Submandibularis

Unter dem Unterkiefer gelegen, bezieht sich auf anatomische Strukturen wie Speicheldrüsen.
Die Glandula** **submandibularis ist eine der großen **Speicheldrüsen** und kann
bei **Entzündungen oder Steinbildung** Beschwerden verursachen. Die genaue Kenntnis
dieser anatomischen Region ist wichtig für operative Eingriffe im Mundbodenbereich.

## Oralchirurgie

Extraktion

Entfernung eines Zahns aus dem Zahnfach im Kieferknochen. Diese häufigste **oralchirurgische
Maßnahme **wird durchgeführt, wenn ein Zahn nicht mehr erhaltungswürdig ist. Die
Extraktion** **kann einfach oder chirurgisch erfolgen, je nach Lage und Zustand 
des zu entfernenden Zahns.

Chirurgische Kronenverlängerung

Die chirurgische Kronenverlängerung ist ein **oralchirurgischer Eingriff**, bei 
dem Zahnfleisch und gegebenenfalls auch Kieferknochen entfernt werden, um mehr von
der **natürlichen Zahnkrone freizulegen**. Dies ist oft notwendig, um eine ausreichende
Substanz für prothetische Versorgungen wie Kronen zu schaffen. Der Eingriff verbessert
sowohl die Funktion als auch die Reinigung des betroffenen Zahns.

Hemisektion

**Teilung eines mehrwurzeligen Zahns** zur Erhaltung einer gesunden Wurzel. Diese
Behandlung kommt bei **Backenzähnen **infrage, wenn nur eine Wurzel erkrankt ist.
Der gesunde Wurzelanteil wird mit einer Krone versorgt, während der erkrankte Teil
entfernt wird, wodurch der Zahn teilweise erhalten bleibt.

Impaktierter Zahn

Zahn, der nicht vollständig durchbrechen kann und **im Kiefer eingeschlossen** bleibt.
Am häufigsten betroffen sind **Weisheitszähne**, aber auch **Eckzähne **können impaktiert
sein. Je nach Lage und Beschwerden kann eine chirurgische Entfernung oder Freilegung
mit kieferorthopädischer Einordnung notwendig werden.

Dentogener Abszess

**Eitrige Entzündung** ausgehend von einem Zahn oder dem **Zahnhalteapparat**. Diese
bakterielle Infektion kann sich in das umgebende Gewebe ausbreiten und zu gefährlichen**
Komplikationen **führen. Die Behandlung umfasst meist die chirurgische Eröffnung,
die Drainage des Eiters und die Sanierung der Infektionsquelle.

Inzision

Chirurgischer Schnitt zur Eröffnung von Abszessen oder anderen Eingriffen. Diese**
Grundtechnik der Oralchirurgie **wird mit einem Skalpell durchgeführt und ermöglicht
den **Zugang zu tieferliegenden Strukturen**. Die Schnittführung erfolgt immer unter
Berücksichtigung anatomischer Gegebenheiten und Heilungsprinzipien.

## Füllungen / Kariologie

Demineralisation

**Herauslösung von Mineralien** aus der Zahnhartsubstanz** **durch Säuren. Bakterien
im Zahnbelag produzieren aus Zucker und Kohlenhydraten **Säuren**, die Kalzium und
Phosphat aus dem Zahnschmelz lösen. Dieser Prozess ist im Anfangsstadium noch reversibel,
wenn ausreichend **Fluorid **und Speichel für die Remineralisation zur Verfügung
stehen.

Initialkaries

Beginnende Karies ohne Defektbildung, oft durch **Fluoridierung **reversibel. Die
Initialkaries erkennt man an ihren charakteristischen **matten Verfärbungen**. Sie
ist ein erstes Anzeichen für die beginnende Demineralisation. Durch eine intensive
Fluoridanwendung und **verbesserte Mundhygiene **kann der Prozess gestoppt und teilweise
rückgängig gemacht werden.

Interdentalkaries

Interdentalkaries bezeichnet Karies, die sich **in den Zahnzwischenräumen** bildet–
also an Stellen, die mit der Zahnbürste schwer erreichbar sind. Sie entsteht durch
bakterielle Beläge und **unzureichende Reinigung** dieser engen Bereiche. Zur Behandlung
wird die geschädigte Zahnsubstanz entfernt und der Defekt mit einer Füllung substanzschonend
versorgt.

Zahnerhaltung

Erhalt natürlicher Zähne durch **Füllungstherapie **und andere konservative Maßnahmen.
Die moderne Zahnerhaltung umfasst** minimalinvasive** Techniken, die möglichst viel
gesunde Zahnsubstanz schonen. Neben klassischen Füllungen kommen auch Inlays, Onlays
oder Teilkronen zum Einsatz, um beschädigte Zähne dauerhaft zu restaurieren.